Die Depression ist eine häufig auftretende psychische Erkrankung und kommt in unterschiedlichen Stärken vor. Merkmale einer Depression sind Freudlosigkeit und Niedergeschlagenheit: Das eigene Dasein scheint keinen Sinn mehr zu machen, alles wirkt grau in grau und das Interesse an belebenden und sinnstiftenden Aktivitäten sinkt. Ein Teufelskreislauf beginnt.

Natürlich kennt jeder von uns Phasen, in denen wir trauriger und antriebsloser sind als gewöhnlich. Gerade im Winter trägt oft die fehlende Helligkeit dazu bei. Oder in einer herausfordernden und schwierigen Lebensphase fühlen wir weniger Freude und Glück als in den "guten" Phasen des Lebens. Bis zu einem gewissen Grad ist eine solche depressive Verstimmung auch "normal" und gehört zum Leben dazu. 20% der Menschen erleiden im Laufe ihres Lebens eine Depression oder eine depressive Phase.

Wenn dieser Zustand jedoch länger anhält ohne dass wir einen wirklichen Grund erkennen können, dann liegt der Verdacht einer Depression nahe. Sie kann uns in jedem Alter erwischen. So sind immer öfter auch schon junge Menschen betroffen. In der Schule erleben die Heranwachsenden zu dem gegebenen Leistungsdruck häufig Mobbing in sozialen Netzwerken, weil sie nicht einem fragwürdigen Ideal entsprechen oder nicht "dazu gehören". Ein Burnout (auch eine Form von Depression) kann die Folge sein und ist heute in jungen Jahren keine Seltenheit mehr.

Man unterscheidet verschiedene Formen der Depression: Zum Beispiel eine Depression durch erbliche Vorbelastung oder körperliche Ursachen wie Stoffwechselerkrankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Oder eine Depression durch eintretende Lebensumstände (z.B dem Tod eines geliebten Menschen, einer schweren körperlichen Erkrankung, Missbrauch, Arbeitslosigkeit oder Beziehungsprobleme).

Immer ist es wichtig, dass ein Arzt feststellt, ob eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist, um wieder in der Lage zu sein, Dinge anzugehen und Veränderungsprozesse einzuleiten. Tritt eine Besserung des Zustandes ein, können die Medikamente wieder in Absprache mit dem behandelnden Arzt "heruntergefahren" oder evtl. abgesetzt werden. Zusätzlich zu einer eventuell notwendigen medikamentösen Behandlung ist eine Gesprächstherapie wichtig, die hilft, die Ursachen der Depression zu entdecken und aus depressiven Denk- und Verhaltensmustern auszubrechen.

Bei diesem Prozess des Aufdeckens und der Veränderung möchte ich Sie gerne unterstützen. Denn genau hier liegt oft der entscheidende Punkt. Nur durch das Erkennen und das sich ehrliche Eingestehen, dass man erkrankt ist, kann man die Ursachen für die Depression finden und Veränderungsprozesse starten. Darin liegt eine große Chance zur Besserung und Heilung.

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Depression zu leiden, dann zögern Sie nicht sich Hilfe zu suchen! Es gibt keinen Grund, sich wegen einer Depression zu schämen. Gerne können Sie einen Termin mit mir vereinbaren, um zunächst abzuklären, ob es sich bei Ihnen um eine Depression handelt und welche Schwere sie hat. Gemeinsam können wir dann weitere Schritte besprechen.