In Deutschland ist Sucht seit 1968 eine anerkannte Krankheit. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen stofflichen und nicht stoffgebundenen Süchten.
Bei Sucht denken viele Menschen sofort an Drogen-, Medikamenten- und Nikotinabhängigkeit. Doch auch die Dunkelziffer der Alkoholkranken ist sehr sehr hoch. Seit ca. 10 Jahren gibt es eine überproportional ansteigende Zahl von Spielsüchtigen, die durch die vielen Spielotheken und das leicht mögliche Spielen im Internet weiter anwachsen wird. Nicht so bekannt, aber im Endstadium nicht weniger zerstörend, sind die Sucht nach Sex, Essen, Shoppen oder Beziehungssucht. Seit ein paar Jahren behandelt man auch Betroffene der Internetsucht.
Wann spricht man von einer Sucht?
Der oder die Betroffene hat keine Selbstkontrolle mehr. Der Süchtige wird durch einen zunehmenden inneren Zwang beherrscht, durch gewisse Substanzen wie z.B Alkohol oder durch gewisse Verhaltensweisen wie z.B. Glücksspiel einen ständig wiederkehrenden Rauschzustand erreichen zu müssen, um belastende Gefühle nicht mehr zu spüren. Die Dosis muss immer weiter gesteigert werden.
Äußere Merkmale einer Sucht sind:

 - Verlust von sozialen Kontakten und zunehmende Vereinsamung

 - Verlust des Arbeitsplatzes

 - Überschuldung

Das Heimtückische einer Sucht ist, dass sie meist schleichend beginnt und mit Scham einhergeht. Der Süchtige versucht so lange es geht, sein Suchtverhalten zu verbergen und alleine damit klar zu kommen.
Stellen Sie eine Sucht bei sich fest, dann zögern Sie nicht und suchen Sie sich Hilfe. Gerne unterstütze ich Sie bei den vor Ihnen liegenden Schritten. Sucht ist eine Krankheit und nicht wie im Volksmund oft abfällig bemerkt eine Schwäche. Schämen Sie sich nicht. Oder haben sie schon einmal einen Diabetiker getroffen, der sich für seine Erkrankung schämt?